Trainingslager Warnemünde 2026 – Gemeinsam trainieren, gemeinsam wachsen
Sechs Tage, intensive Trainingseinheiten, neue Erfahrungen und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse liegen hinter unseren jungen Turnern. Das Trainingslager in Warnemünde war dabei mehr als eine Woche voller Training: Zum ersten Mal ist es gelungen, alle drei Berliner Turn-Talentschulen gemeinsam in einem Trainingslager zu vereinen.
Damit wurde in Warnemünde nicht nur an Übungen, Kraft und Technik gearbeitet, sondern auch an etwas, das für die Zukunft des Berliner Turnens mindestens genauso wichtig ist: Zusammenarbeit.
Ein gemeinsamer Start
Nach der reibungslosen Anreise bezogen die Jungs zunächst ihre Zimmer, bevor es direkt in die erste Trainingseinheit ging. Während die jüngeren Turner der Altersklassen 6 und 7 mit Athletik und Gymnastik starteten, ging es für die älteren Turner der Altersklassen 9 bis 11 bereits in das Turnzentrum Rostock.
Schon am ersten Tag wurde deutlich, was diese Woche besonders machen sollte: Kinder aus unterschiedlichen Trainingsgruppen und Turn- Talentschulen trainierten gemeinsam, lernten sich kennen und verbrachten auch außerhalb der Halle Zeit miteinander.
Der erste Abend am Meer bildete einen entspannten Abschluss des Tages. Natürlich durfte auch der eine oder andere Handstand vor der Ostsee nicht fehlen.
Training, Technik und die ersten Herausforderungen
Der zweite Tag begann früh. Um 6.30 Uhr ging es zum Frühsport, anschließend standen Frühstück, Morgenroutine und Zimmerkontrolle auf dem Programm. Denn ein Trainingslager bedeutet nicht nur, in der Turnhalle Leistung zu bringen. Die Kinder sollten auch lernen, Verantwortung für sich selbst und für die gemeinsame Gruppe zu übernehmen.
Danach wurde intensiv trainiert. Handstand, Kraft, Kreisflanken, Koordination und Beweglichkeit standen ebenso auf dem Programm wie Akrobatik und Riesenfelgen. Die älteren Turner konnten im Kraftraum an den technischen Grundlagen verschiedener Übungen arbeiten, während die jüngeren Turner ihre allgemeine sportliche Ausbildung mit Rollentraining, Basketball und Tischtennis ergänzten.
Drei Trainingseinheiten an einem Tag forderten ihren Tribut. Am Abend waren die ersten müden Gesichter zu sehen. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie schnell sich eine Gruppe entwickeln kann, wenn Training, Alltag und Freizeit miteinander verbunden werden.
Training ist mehr als die Zeit in der Halle
Auch am dritten Tag begann der Morgen mit Bewegung. Über ein Lauf-ABC ging es durch Warnemünde und anschließend am Strand zurück zum Frühstück.
In der Halle wurde weiter an der Athletik gearbeitet. Danach verlagerte sich der Sport an die Ostsee: Yoga, Kräftigung und Beachvolleyball sorgten für eine andere Form der Bewegung und boten gleichzeitig Gelegenheit, als Gruppe Zeit miteinander zu verbringen.
Gerade diese Mischung machte das Trainingslager aus. Zwischen anspruchsvollen Trainingseinheiten blieb Raum für gemeinsame Erlebnisse, Gespräche und neue Erfahrungen. Auch kleinere Herausforderungen wie etwa Heimweh oder die Müdigkeit nach mehreren intensiven Tagen wurden gemeinsam gemeistert.
Gemeinsam unterwegs
Am vierten Tag durfte etwas länger geschlafen werden. Danach ging es für die älteren Turner erneut in die Kunstturnhalle nach Rostock, während die jüngeren Turner im Kraftraum arbeiteten.
Am Nachmittag stand bewusst kein klassisches Training auf dem Programm. In Kleingruppen wurde Warnemünde erkundet, bevor es an den Strand ging. Volleyball, Beachball, Frisbee und Sandburgen sorgten für Abwechslung.
Beim gemeinsamen Abendprogramm wurde deutlich, wie sehr die Gruppe inzwischen zusammengewachsen war. Aus einzelnen Trainingsgruppen war eine Gemeinschaft geworden, in der sich die Kinder gegenseitig unterstützten und zunehmend selbstverständlich Verantwortung übernahmen.
Die letzten Trainingstage
Mit einem Strandlauf startete der fünfte Tag. Danach ging es wieder in die Halle: Beweglichkeit und Elemente am Reck standen für die jüngeren und älteren Turner auf dem Trainingsplan. Für die Großen folgte zusätzlich eine Athletikeinheit im Kraftraum.
Am Nachmittag wurde noch einmal gemeinsam am Strand gespielt, bevor der Tag mit dem Sonnenuntergang an der Ostsee und einer Nachtwanderung ausklang. Die jüngeren Turner machten sich auf die Suche nach Krebsen im Hafen, während die älteren Turner den Strand bei Dunkelheit erkundeten.
Zu diesem Zeitpunkt war deutlich zu spüren, was die Woche bewirkt hatte. Die Kinder waren müde aber sie hatten gelernt, sich aufeinander einzustellen, neue Situationen zu bewältigen und auch dann weiterzumachen, wenn der Körper nach mehreren Trainingstagen eine Pause verlangte.
Ein Trainingslager mit Bedeutung für die Zukunft
Dass alle drei Berliner Turn-Talentschulen erstmals gemeinsam an einem Trainingslager teilgenommen haben, ist dabei mehr als eine organisatorische Besonderheit.
Es ist ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung des Berliner Nachwuchsturnens.
Die drei Turn- Talentschulen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Trainingsansätze zusammen. Wenn diese Kräfte stärker miteinander verbunden werden, entstehen neue Möglichkeiten: Trainerinnen und Trainer können sich austauschen, Erfahrungen teilen und gemeinsame Perspektiven entwickeln. Gleichzeitig lernen die Kinder bereits früh Turner aus anderen Berliner Trainingsgruppen kennen.
Genau diese Vernetzung brauchen wir, wenn wir den Berliner Turnsport langfristig weiterentwickeln wollen.
Die Anforderungen an modernen Leistungssport verändern sich. Erfolgreiche Nachwuchsarbeit braucht deshalb nicht nur gute einzelne Trainingsstandorte, sondern gemeinsame Strukturen, regelmäßigen Austausch und eine Kultur der Zusammenarbeit.
Das Trainingslager in Warnemünde kann dabei ein Anfang sein. Nicht als einmaliges Projekt, sondern als Impuls für eine engere Zusammenarbeit der Berliner Turn-Talentschulen.
Der letzte Tag
Am sechsten Tag hieß es zunächst Koffer packen, Zimmer aufräumen und Betten abziehen. Bevor es zurück nach Berlin ging, stand aber noch eine letzte Trainingseinheit auf dem Programm.
An vier Stationen wurde noch einmal gearbeitet: Kreisflanken, Rollen, Räder und Kraft. Auch am letzten Tag wurde konzentriert trainiert.
Bei der anschließenden Abschlussreflexion konnten die Kinder ihre Erfahrungen aus Training, Freizeit und gemeinsamer Woche bewerten. Das Ergebnis fiel insgesamt sehr ausgeglichen und positiv aus.
Auch die Zimmerauswertung hatte ihren festen Platz. Dabei ging es weniger um perfekte Ordnung als um die Frage, ob die Kinder gelernt hatten, Verantwortung zu übernehmen, auf Sauberkeit zu achten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Auch hier zeigte sich: Die Gruppe hatte sich entwickelt.
Dann ging es zurück zum Bahnhof und schließlich nach Berlin.
Was bleibt?
Warnemünde endet mit der Rückfahrt. Die Erfahrungen aus dieser Woche sollen aber bleiben.
Es bleiben neue Trainingserfahrungen, Fortschritte an den Geräten und ein besseres Verständnis für die eigenen Stärken und Grenzen. Es bleiben Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse. Vor allem aber bleibt eine Gruppe, die zu Beginn der Woche noch aus Kindern verschiedener Trainingsgruppen bestand und am Ende deutlich stärker zusammengewachsen war.
Für die Trainerinnen und Trainer ist genau das ein wesentlicher Teil des Erfolgs eines Trainingslagers.
Und vielleicht ist das Wichtigste, was aus Warnemünde mit nach Berlin zurückkehrt, nicht nur in den Sporttaschen zu finden: die Erkenntnis, dass gemeinsames Training auch gemeinsame Entwicklung möglich macht.
Das Trainingslager 2026 war deshalb nicht nur ein Blick auf den aktuellen Leistungsstand unserer Nachwuchsturner. Es war zugleich ein Blick nach vorn.
Warnemünde ist vorbei. Die Zusammenarbeit geht weiter.
en in Deutschland gewonnen.
Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Fotos und Bericht: Max von Burkersroda






