Berliner TSC – die Sportfamilie an der Spree

Logo des Berliner TSC

Vor 63 Jahren gegründet, ist der Berliner TSC (BTSC) heute ein moderner Mehrsparten-Sportverein, in dem 6.095 Mitglieder in 22 Abteilungen und Ressorts unterschiedliche sportliche Aktivitäten ausüben. Der Verein ist offen für alle Sportarten und neue breitensportliche Trends. Breiten-, Freizeit-, Masters-, Gesundheits- und Leistungssport haben im Verein ihren gleichberechtigten Platz.

 

Nahezu jede Woche erringen Sportlerinnen und Sportler des BTSC zahlreiche regionale, nationale und internationale Erfolge. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in verschiedenen Projekten wie „Kids in die Vereine“, „Partnerschaft Schule – Verein“, „Sportler gegen Gewalt“, „Seepferdchen“ oder „Sterne auf dem Eis“. Sportveranstaltungen der Abteilungen, wie z.B. die Berliner Springergala oder das Internationale Volleyball-Nachwuchsturnier, sind fester Bestandteil.

 

Bewährtes bewahren, auf erreichte Erfolge stolz sein und neue Ziele abstecken – das sind die Beweggründe der vielen ehrenamtlichen Helfer, Übungsleiter und Trainer.

 

Der Verein im Wandel

Um den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen und Anforderungen sowie der erreichten Größe des Vereins Rechnung zu tragen, wurde 2025 eine neue Satzung verabschiedet. Diese sieht einen Wandel von einem ehrenamtlich zu einem hauptamtlich geführten Verein vor. Mehr als 4.000 Mitglieder sind in den letzten 15 Jahren dazugekommen und haben den Verein auf knapp 6.100 Mitglieder anwachsen lassen. Die Nachfrage ist in allen Abteilungen groß – insbesondere beim Schwimmen, Turnen, bei der Leichtathletik und beim Fußball. Die Umstellung soll weiterhin eine optimale Führung des Vereins gewährleisten, ist zugleich aber auch eine der größten Herausforderungen. So darf während der Umstellung, die an sich schon sehr aufwändig ist, das laufende Geschäft nicht aus den Augen verloren werden. Die Veränderungsprozesse müssen im gesamten Verein weiter begleitet werden. Auch musste wegen Ehrenamtsmangels schon eine zweite Abteilung in ein Ressort überführt werden, was ebenfalls eine Begleitung verlangt.

 

Dinge, die stolz machen

Die 22 Abteilungen – die viele Jahrzehnte ihr Ding gemacht haben – vom ICH zu einem WIR zu bringen, macht besonders stolz. „Berliner TSC – die Sportfamilie an der Spree“ klingt nicht nur selbstbewusst, es wird auch gelebt. So werden die Mitglieder beim Umgestaltungsprozess mitgenommen. Das bedeutet viel Kommunikation nach innen und außen, aber es lohnt sich.

Neele Arndt, hier beim Berlin Team Masters 2023, gewann mit der Nationalmannschaft Gruppe EM-Bronze 2025. (Foto: Dirk Zimmermann)

Eine dieser Abteilungen ist die RSG. In der Abteilung trainieren aktuell 112 Gymnastinnen in 12 Trainingsgruppen. Davon gehören 36 Kinder zum Wettkampfbereich, 59 Kinder und Jugendliche trainieren im Freizeitbereich. Angeschlossen an die Abteilung ist auch die Turntalentschule „Spreekids“ des Deutschen Turner-Bundes, von der bereits rund 20 Mädchen an den Bundesstützpunkt delegiert werden konnten. Dort und in der RSG-Bundesliga turnen zurzeit 17 Gymnastinnen des BTSC.

 

Zu den bekanntesten Gymnastinnen des BTSC zählen Neele Arndt, Francine Schöning, Mia Lietke, Eleni und Eirini Gagas Obiol, Safia Yildirim, Luna Blaum, Anastasia Durkin, Karina Volotkovic und natürlich Jeanine Fißler.

 

Was herausfordert

Sorgen um mangelnde Interessenten muss sich die Abteilung nicht machen. Die Warteliste ist lang. Die aktuellen Herausforderungen bestehen vor allem darin, den steigenden Anforderungen sowie Leistungsniveaus in der Nachwuchsarbeit gerecht zu werden und den Anschluss wieder herzustellen. Dies unter stetiger Abwägung zwischen nachhaltiger, gesunder Grundausbildung und schnellen, vorzeigbaren Erfolgen.

Elementar dafür sind Übungsleiterinnen, Trainerinnen mit RSG-Erfahrung und Kampfrichterinnen. Sie zu finden und zu binden ist ebenso herausfordernd wie der Um- gang mit den begrenzten Hallen- bzw. Flächenkapazitäten. Aber: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

 

Das Training richtet sich nach den Zielstellungen der Trainingsgruppen, wobei auch zukünftig der Spagat zwischen Leistungs- und Freizeitsport gemeistert werden soll. Hier wird der Fokus auf ein nachhaltiges Training gelegt, ebenso wie auf den nachhaltigen Aufbau junger Gymnastinnen sowie die Vermittlung von Freude an der Bewegung, Spaß am Training und die Stärkung der Persönlichkeiten der Aktiven.

 

 

Der Dank zum Schluss

Der Dank gilt Chris Krähnert, der als Geschäftsführer den Verein in Zusammenarbeit mit dem Vorstand zu einem Vorzeigeverein gemacht hat und zu dem, was er heute ist. Auch aus der RSG wird ein Dankeschön an den Verein gerichtet, der immer ein offenes Ohr hat. Aber auch dem Trainerteam, den Aktiven und deren Eltern kann man für das hohe Engagement, die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen nicht genug danken. Wenn sie sich auch nicht selbst danken möchte, darf die Arbeit der RSG-Abteilungsleitung um Uta-Susanne Müller, Daniela Wollenhaupt und Jeanine Fißler nicht ohne Würdigung bleiben.

Infos zum Verein

Gründung: 18. Februar 1963

Mitglied im BTFB seit: 1990

Anzahl Mitarbeitende: 49 im Hauptamt, 318 im Ehrenamt

Anzahl Mitglieder: 6.095 (Stand: 20.05.2026)

Anzahl der Abteilungen: 20 Abteilungen + 2 Ressorts (Freizeit- und Gesundheitssport, Eiskunstlauf)

Sportarten: Badminton, Basketball, Boxen, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Eltern-Kind-Sport, Finswimming, Floorball, Fußball, Gesundheitssport, Gewichtheben, Handball, Inlineskating, Karate, Leichtathletik & Orientierungslauf, Parkour, Radsport, Roller Derby, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Synchroneiskunstlauf, Triathlon, Turnen, Volleyball, Wasserspringen

Geschäftsführer: Christopher Krähnert

Website: berlinertsc.de

Social-Media-Kanäle: facebook.com/berlinertsc, instagram.com/berlinertsc

 

Infos zur RSG-Abteilung

Leitung: Jeanine Fißler

Organisation: Daniela Wollenhaupt

Fachliche Arbeit: Katharina Schadt, Malena Moeser, Dr. Katja Kleinveldt

Finanzen: Uta-Susanne Müller

Kontakt: rsg@berlinertsc.de

Zu den Personen

Ina Czycykowski, Vorstandsmitglied Berliner TSC (Foto: privat)

Ina Czycykowski (58) ist seit ihrem 5. Lebensjahr Mitglied im Verein – zuerst im Turnen, jetzt beim Eiskunstlauf. Seit 15 Jahren ist sie BTSC-Vorstands- und seit kurzem Aufsichtsratsmitglied. Die ausgebildete Diplomsportlehrerin arbeitet als Sport- und Gesundheits-Journalistin bei rbb/ARD.

Jeanine Fißler, RSG, Gruppe 2000 (Foto: Dirk Zimmermann)

Jeanine Fißler (45) ist ehemalige Gymnastin. Mit der deutschen Gruppe erreichte sie bei den Olympischen Spielen 2000 den 4. Platz. Heute ist sie im Ehrenamt für den Fachausschuss RSG im BTFB und für den BTSC tätig.



Externe Links zum Artikel:
» Berliner TSC

Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Der Beitrag ist die Langfassung des Vereinsporträts im Magazin BewegtBerlin 2-2026. Text: Ina Czycykowski, Jeanine Fißler, Fotos: privat, Dirk Zimmermann