Vera Ciszak-Preis für Brit Geißler
Für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für den ESV Lok Berlin-Schöneweide wurde Brit Geißler bei den diesjährigen BTFB-Awards mit dem „Vera Ciszak-Preis“ ausgezeichnet.
In seiner Laudatio vor der Preisvergabe äußerte sich der Vereinsvorsitzende Hans-Günther Dirks per Video-Botschaft froh über die vielen ehrenamtlichen Sportfreundinnen und Sportfreunde in seinem Verein, die selbständig arbeiten und immer neue Ideen zum Wohle des Vereins einbringen. Er hob dabei das Engagement von Brit Geißler besonders hervor.
Schon mit der Norminierung für diesen Ehrenamts-Preis empfand Brit Geisler eine große Wertschätzung ihrer jahrelangen ehrenamtlichen Arbeit: „Ich bedanke mich schon allein dafür, dass ich nominiert wurde und danke allen, die mich dabei unterstützt haben – seien es die Familie, die Eltern und Kinder der Turngruppen oder mein Verein.“
Die 60-Jährige hat 2006 als Mentee am Mentoringprogramm des BTFB zur Förderung von Frauen im Ehrenamt teilgenommen und die Veröffentlichungen zum Vera Ciszak-Preis in den BTFB-Medien über die letzten Jahre aufmerksam verfolgt und es als zusätzliche Motivation angesehen, sich neben der langjährigen Trainertätigkeit noch mehr in die Vereinsstrukturen einzubringen. Von 2005 bis 2009 in der Abteilung Turnen als 2. Vorsitzende, ist sie seit 2009 „die Chefin“ als 1. Vorsitzende. Seit 2014 ist sie auch Lehrwartin im erweiterten Vereinsvorstand und war im Mentoring-Programm des LSB aktiv. Zweimal in der Woche betreut sie zudem drei Gruppen beim Eltern-Kind-Turnen, Kinder-Turnen und jugendliche Mädchen beim Gerätturnen im Breitensport.
Schon mehr als 40 Jahre ist Brit Geißler dem Verein in Schöneweide treu geblieben: Mit 13 Jahren wurde sie als Turnerin Vereinsmitglied. Schon mit 17 Jahren hat sie eine eigene Turn-Gruppe trainiert, ist seit 1983 als ehrenamtliche Trainerin für Gerätturnen aktiv. 2002 folgte der Übungsleiter-Schein für den Bereich Kinder und Jugend. Geturnt hat sie neben wenigen Wettkampf-Teilnahmen eigentlich immer aus „Spaß an der Freude“, wegen der Bewegung und dem Miteinander mit Gleichgesinnten. Der Verein war schon früh wie ein zweites Zuhause für sie. Frühzeitig in ihrem Leben hatte sie beschlossen: Sollte sie als Aktive mal kürzertreten, wolle sie unbedingt das, was sie vom Verein empfangen und ihm zu verdanken habe, anderen weitergeben.
Nun mit dem Ciszak-Pokal in der Hand ergänzte sie bei der Preisverleihung: „Der Preis unterstützt mich, weiterzumachen und nicht in erster Linie die Anstrengung zu sehen. Er gibt mir Kraft, auch andere noch mehr in meine Tätigkeiten einzubeziehen. Hierzu freue ich mich auf den Austausch mit den anderen Nominierten im Vera Ciszak-Club. Bei mir geht es aktuell hauptsächlich darum, Ehrenamtliche zu finden, die mir administrative Aufgaben in der Abteilungsleitung abnehmen. Meine allerliebste Aufgabe ist und bleibt aber das Kinder-Turn-Training!“
Brit Geißler abschließend über ihren Anspruch und ihre Zukunft: „Immer weiter machen und vor allem die jungen Mädchen motivieren, dabei zu bleiben, sich einzubringen und sich mehr eigene Verantwortung zuzutrauen.“ Ihr ist an der Vereinsstruktur des ESV sehr wichtig, dass er ein Breitensport-Verein ist. „Meine Motivation ist, den Kindern immer wieder die Möglichkeit zu geben, sich niederschwellig sportlich zu betätigen und einfach Spaß daran zu haben, sich außerhalb des Schulnetzwerkes ohne Leistungsdruck zu bewegen und Kontakte zu knüpfen. So war auch mein Werdegang im Verein. Es war für mich damals total wichtig, dass ich ein Umfeld hatte, in dem ich außerhalb des schulischen Kontextes einen Austausch und Freundinnen hatte.“
Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Text und Foto: Gritt Ockert
