Ich bin glücklich, auch ein Vorbild für Jüngere zu sein
Was fasziniert Olympiasiegerin Darja Varfolomeev so an ihrer Sportart RSG? Die Antwort darauf gibt sie in Ausgabe 2-2026 des BTFB-Verbandsmagazins BewegtBerlin.
Zur Person:
Darja Varfolomeev (19), TSV Schmiden, Olympiasiegerin 2024, mehrfache Weltmeisterin, Europameisterin 2026; Trainerin: Julia Raskina-Rizzo
Darja, auch an dich die Frage, die wir allen in der Ausgabe stellen: Was ist so faszinierend an der RSG?
Die Kombination aus Eleganz und Schwierigkeiten, die zusammen auf Musik geturnt werden. Und das alles soll noch ganz leicht aussehen, obwohl es echt schwierig ist.
Wie bist du zur RSG gekommen?
Meine Mama hat mich zur RSG gebracht. Sie war früher selbst eine Gymnastin.
Was waren deine „Sternstunden“ mit der RSG, unvergessliche Momente?
Da gibt es schon einige unvergessliche Momente. Z. B. mein erster WM-Titel 2022 in Sofia, olympisches Gold in Paris oder eigentlich alle internationalen Medaillen. Aktuell mein erster EM-Mehrkampftitel dieses Jahr in Varna, der mir noch in meiner Sammlung gefehlt hat.
Welche Eigenschaften, abgesehen von den körperlichen Voraussetzungen, zeichnen eine gute Gymnastin aus?
Disziplin, Durchhaltevermögen, mentale Stärke
… und welche davon sind deine besonderen Stärken?
Alle 😉
Wie gehst du als die derzeit weltweit erfolgreichste Gymnastin mit dem hohen öffentlichen Erwartungsdruck um?
Ich denke nicht so sehr an den öffentlichen Druck, sondern setze mir selbst Ziele, die ich erreichen möchte.
Was hilft dir bei großer Nervosität vor dem Wettkampf?
Ich denke daran, dass ich sehr viel dafür trainiert habe und dass es im Training auch geklappt hat, und ich habe meine Routinen, die mir helfen, ruhig zu bleiben.
Du bist für viele junge Gymnastinnen ein Vorbild und bist selbst noch sehr jung – wie ernst nimmst du diese Rolle, wie wichtig sind sportliche Vorbilder aus deiner Sicht?
Sportliche Vorbilder sind sehr wichtig – auch ich habe immer noch viele Vorbilder, von denen ich mir das Beste abschauen. Ich bin sehr glücklich und stolz, dass ich für jüngere Athletinnen auch ein Vorbild sein kann.
Was hast du dir für die Heim-WM vorgenommen und was wünschst du dir generell für die WM im eigenen Land – und worauf freust du dich besonders?
Ich möchte mein Bestes geben und mich so gut wie möglich auf die WM vorbereiten. Dann hoffe ich, gut durch mein Programm durchzukommen. Was dabei herauskommt, liegt nicht in meiner Macht. Mein Wunsch ist, dass sich alle Gymnastinnen bei uns wohl fühlen und dass die Zuschauer tolle Wettkämpfe sehen werden. Besonders freue ich mich, dass meine komplette Familie dabei sein kann.
Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Interview: Sonja Schmeißer | Foto: DTB/Tom Weller
