Ein Ergebnis, auf das ich bis heute noch stolz bin

Für Jessica Hahn (geb. Schumacher), Mitglied der legendären „Gruppe 2000“, waren die Olympischen Spiele 2000 ihr größter sportlicher Moment. In Ausgabe 2-2026 des BTFB-Verbandsmagazins BewegtBerlin blickt sie darauf und auf ihre leistungssportliche Laufbahn zurück.

Zur Person: 

Jessica Hahn, RSG, Gruppe 2000 (Foto: privat)


Jessica Hahn (geb. Schumacher
),  von 1998 bis 2000 Mitglied der Nationalmannschaft Gruppe. Damaliger Verein: TV Rehlingen.

 

Ich bin 43 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder, Ole (16) und Leni (14). Wir  leben im schönen Saarland.

Ich bin Bankkauffrau/Bankfachwirtin und betreue selbstständige Gewerbekunden und Mediziner bei einer Sparkasse in Saarbrücken.

Mein Job ist vielseitig und fordert auf eine ganz andere Art als der Leistungssport – aber vieles, was ich damals gelernt habe, hilft mir  auch heute noch.

Was ist so faszinierend an der RSG?
Die Faszination liegt für mich in der Verbindung von Eleganz, Ausdruck und absoluter Präzision. Es ist beeindruckend, wie viel Disziplin, Körpergefühl und Teamarbeit nötig sind, um eine Übung perfekt auf die Fläche zu bringen. Gerade im Gruppenbereich entsteht dabei eine besondere Dynamik und ein starker Zusammenhalt.

 

Die Olympischen Spiele 2000 …

… waren mein größter sportlicher Moment, zumal wir mit einem großartigen 4. Platz abschließen konnten – ein Ergebnis, auf das ich bis heute sehr stolz bin. Die Teilnahme an den Olympische Spiele 2000 in Sydney war ein absoluter Höhepunkt in meinem Leben, an den ich auch heute noch sehr gern zurückdenke. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die einzigartige Atmosphäre, das Gefühl, Teil dieses großen internationalen Events zu sein, und natürlich die gemeinsamen Momente mit meiner Mannschaft.

 

Was hat dir die RSG-Zeit für dein Leben gegeben?

Die Zeit hat mich sehr geprägt. Ich habe gelernt, an mich zu glauben, auch wenn es schwierig wird, und konsequent auf ein Ziel hinzuarbeiten. Disziplin, Durchhaltevermögen und Teamgeist begleiten mich bis heute – sowohl im Beruf als auch im Familienalltag.

 

Bist du dem Sport verbunden geblieben?
Ja, auf jeden Fall. Bis zur Geburt meines Sohnes 2009 habe ich selbst als Trainerin im Nachwuchsbereich gearbeitet – das hat mir sehr viel bedeutet, weil ich meine Erfahrungen weitergeben konnte. Heute bin ich sportlich immer noch aktiv: Ich spiele Tennis, auch in einer Mannschaft, und genieße es sehr, mit meiner Familie in den Bergen unterwegs zu sein. Die RSG verfolge ich inzwischen eher aus der Ferne, aber sie bleibt ein Teil von mir.

 

Was sagst du zur Entwicklung der RSG in Deutschland heute?
Ich verfolge die Entwicklung mit Interesse aus der Distanz. Es gibt viele engagierte Trainerinnen und talentierte junge Sportlerinnen. Ich hoffe, dass die Sportart weiterhin die Aufmerksamkeit und Förderung bekommt, die sie verdient.



Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Foto: privat