RSG ist der Sport, der nach Perfektion strebt
Dirk Zimmermann begleitet die RSG als Sportfotograf seit 1998. Was den praktizierenden Arzt an der Sportart begeistert, erzählt er in Ausgabe 2-2026 des Verbandsmagazins BewegtBerlin.
Zur Person
Dirk Zimmermann (48) ist seit 2012 Facharzt für Anästhesiologie, aktuell Anästhesist im BG Klinikum Bergmannstrost Halle (Saale), außerdem ist er als Notarzt in der Boden- und Luftrettung, im Intensivtransport und als Telenotarzt tätig. Er ist Vizepräsident im Verein Gymnastik und Tanz Phönix e.V. Leipzig, hat seit 1997 Kontakt zur RSG, ab 1998 war er Fotograf u.a. für den LTV Sachsen-Anhalt, seit 2000 für den BTFB, 2001–2013 für UEG und DTB.

RSG ist der Sport, der nach Perfektion strebt – Perfektion in Sachen Körpertechnik bis in die Zehenspitzen, Perfektion in Bewegung und Perfektion in Gerätetechniken, die mit teilweise unwirklichen Körpertechniken kombiniert werden, ein Höchstmaß an Koordination erfordern.
Meine heutige Beziehung zur Sportart: Seit 2021 bin ich auch als Kampfrichter tätig, ich habe eine Trainerausbildung begonnen und arbeite weiterhin in der Sportfotografie.
Meine „Sternstunde“ mit der RSG war, von 2010 bis 2012 die russische Nationalmannschaft Gruppe bei ihren Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2012 zu begleiten. Das heißt, bei Wettkämpfen dabei zu sein, nachts Paris mit ihnen zu erkunden, bei Trainingslagern in Kroatien und Kienbaum dabei sein zu können und am Ende in London zwei ihrer Goldmedaillen bei einem internen spontanen Bankett in den Händen halten zu dürfen.
Ich bin stolz, mit meinen verschiedenen Tätigkeiten dazu beitragen zu können, die Sportart bekannter zu machen oder zu erhalten.
Die größten Herausforderungen bzgl. der Sportart bestehen für mich darin, die Details der Sportart zu verstehen und zu versuchen, zu verstehen, wie man Höchstleistung erreichen kann.
Positive Entwicklungen der Sportart in den letzten Jahren aus meiner Sicht: Die deutschen Erfolge sind förderlich, müssten aber noch mehr genutzt werden. Das sollte sich auch in der Sportförderung widerspiegeln und in der Akzeptanz der Bedingungen, die nötig, für z.B. Planungen für neue Trainingshallen, sind. Das Niveau der RSG ist insgesamt gestiegen, aber die Wettkampfübungen sind eintöniger geworden.
Die Sportart sollte sich nicht weiter – zum Beispiel für männliche Aktive – öffnen.
Selbstverständlich werde ich mir die WM in Frankfurt vor Ort anschauen. Ich wünsche der WM jeden Tag eine volle Wettkampfhalle mit Gästen aus Deutschland und der Welt, natürlich deutsche Medaillen und eine breite mediale Berichterstattung.
Für die weitere Entwicklung der Sportart sind die Bedingungen für unsere Spitzengymnastinnen relativ gut. Jedoch fehlt dort finanzielle Unterstützung und in der Breite fehlen passende Hallen und idealerweise dauerhaft verlegte Teppiche mit Unterboden und entsprechender Hallenhöhe.
Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Foto: Patrick Höpner