Bewegung und Sport gehören in den Alltag aller Kinder

Sportwissenschaftlerin Prof. Dr. Miriam Kehne spricht in der Ausgabe 3-2026 des BTFB-Verbandsmagazins BewegtBerlin über ihre Forschungsarbeit, in der die Frage, wie sich Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter in den zentralen Lebenswelten entwickeln und fördern lassen, im Zentrum steht.

Zur Person

 

Prof. Dr. Miriam Kehne ist Sportwissenschaftlerin und leitet seit 2019 den Bereich „Kindheits- und Jugendforschung im Sport“ im Department Sport & Gesundheit an der Universität Paderborn. Im Rahmen ihrer Forschung hat Miriam Kehne die Transfereinrichtung besslab (Bewegungs-, Spiel- und Sportlabor) aufgebaut, um gemeinsam mit Praxis-Akteuren an fundierten und zugleich umsetzbaren Ansätzen für eine nachhaltige Bewegungsförderung zu arbeiten.

Prof. Dr. Miriam Kehne ist Sportwissenschaftlerin Universität Paderborn (Foto: Besim Mazhiqi)

Mit Ihrer Forschung verfolgen Sie die Förderung von Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten im Kindes- und Jugendalter in Kita, Schule, Sportverein – was sind konkrete Inhalte Ihrer Arbeit?

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage, wie sich Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter in den zentralen Lebenswelten – also in Familie, Kita, Schule und Verein – entwickeln und fördern lassen. Wir untersuchen dabei nicht nur, wie viel und wo sich Kinder und Jugendliche bewegen, sondern auch unter welchen Bedingungen Bewegung für sie attraktiv, zugänglich und entwicklungswirksam wird. Grundlegend für diese Arbeit ist das fundierte Wissen um die hohe Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport für das Aufwachsen von Kindern. In unseren anwendungsorientierten Projekten wird die wissenschaftliche Expertise durch die Arbeit unserer Transfereinrichtung besslab (Bewegungs-, Spiel- und Sportlabor) maßgeblich unterstützt. Hier richtet sich der Fokus auf die gemeinsame Entwicklung und Erprobung von Lösungsansätzen mit den Akteurinnen und Akteuren der praktischen Handlungsfelder. Dabei geht es weniger um abstrakte Empfehlungen und Konzepte, sondern um fundierte und erprobte Maßnahmen, die in der Praxis funktionieren und daher langfristig verstetigt werden können. Der partizipative Ansatz bildet dabei die Grundlage, um das Ziel einer nachhaltigen Bewegungsförderung erreichen zu können.

 

 

Woran forschen Sie gerade?

Bewegungsförderung muss vielseitig gedacht werden, um den unterschiedlichen Bedürfnissen, Interessen, Motiven und Voraussetzungen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerecht werden zu können. Außerdem sollten Bewegung, Spiel und Sport nicht nur punktuell in der Lebenswelt der jungen Menschen stattfinden, sondern den Alltag vielfältig und selbstverständlich mitgestalten. Für den Aufbau und die Entwicklung langfristiger aktiver Lebensstile ist eine positive Grundhaltung gegenüber Sport und Bewegungsaktivitäten das zentrale Fundament.

 

Entsprechend breit sind auch unsere inhaltlichen Perspektiven und Projekte im Feld der Bewegungsförderung aufgestellt. Besondere Aktualität hat für uns derzeit der schulische Ganztag, nicht zuletzt wegen des neuen Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung in der Grundschule. Hier interessiert uns besonders, wie Bewegungsangebote im Ganztag so gestaltet werden können, dass sie für alle Kinder attraktiv sind und nicht nur die ohnehin sportaffinen Gruppen erreichen. Genauso wichtig ist uns die Professionalisierung der Menschen, die Bewegung, Spiel und Sport in der Praxis anbieten, anleiten und gestalten. Hier sind beispielsweise Fachkräfte und Koordinatorinnen und Koordinatoren im Ganztag sowie angehende Sportlehrkräfte unsere aktuellen Zielgruppen. Außerdem befassen wir uns mit Fragen zur Gestaltung von Lern- und Lebensräumen, zur motorischen Entwicklung junger Menschen, mit dem Thema „Bewegung und Lernen“ sowie der Mobilitätsbildung, mit besonderem Fokus auf den Schulweg.

 

 

Haben sich die sportlichen Aktivitäten von Kindern in den letzten Jahren/Jahrzehnten verändert? Gibt es dazu Studien?

Die körperlich-sportlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Das geht aus der bundesweiten KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts hervor und wird durch Erkenntnisse weiterer Studien ergänzt. Beispielsweise ist diesbezüglich die aktuelle „Move for Health-Studie“ zu nennen, die in längsschnittlicher und bundesweiter Perspektive u. a. das Sportverhalten junger Menschen untersucht.

 

Mit Blick auf die Fragestellung ist es zunächst wichtig, zwischen organisiertem Sport und der körperlichen Aktivität im Alltag von Kindern- und Jugendlichen zu unterscheiden. Während der Organisationsgrad im Sportverein trotz abnehmender Tendenzen weiterhin hoch ist, bewegen sich Kinder im Alltag weniger selbstverständlich. Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad, freies Spielen draußen und ungeplante Bewegungszeiten verlieren zunehmend an Bedeutung. Zudem sind die Chancen auf sportliche Teilhabe ungleich verteilt. Kinder aus sozial benachteiligten Familien, mit Migrationsgeschichte oder mit geringeren finanziellen Ressourcen nehmen seltener an Vereinssport oder kostenpflichtigen Angeboten teil. Viele Kinder und Jugendliche erreichen die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation von durchschnittlich mindestens 60 Minuten moderater Bewegung pro Tag nicht. Es hat sich aber nicht nur der Umfang an Bewegungsaktivitäten gewandelt, auch die Motivvielfalt und die Orte für Bewegungs- und Sportaktivitäten haben sich verändert. Beispielsweise besitzen informelle Sport- und Bewegungsaktivitäten sowie die Fitnesskultur für viele junge Menschen heute einen hohen Aufforderungscharakter. Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der vor allem auch perspektivisch große Relevanz für die Bewegungswelt der Kinder und Jugendlichen besitzen wird, liegt in der zunehmenden Verlagerung der Freizeit in die organisierten Bildungseinrichtungen wie Kita, Schule und Ganztag. Hier besteht die besondere Herausforderung Bewegung, Spiel und Sport anspruchsvoll und mit dem Ziel einer individuellen Förderung in den Alltag zu integrieren.

 

 

Warum ist Bewegung im Kindesalter von Beginn an so wichtig für die Gesundheit und das Aufwachsen von Kindern?

Bewegung ist im Kindesalter nicht isoliert als Gesundheitsfaktor zu verorten, sondern eng mit der motorischen, kognitiven, sozialen und emotionalen Entwicklung verbunden. Über Bewegungserfahrungen erschließen sich Kinder ihre Umwelt, entwickeln Körperwahrnehmung und Selbstwirksamkeit und erproben soziale Interaktion. Entscheidend ist dabei nicht allein die Quantität, sondern auch die Qualität und Vielfalt der Bewegungsgelegenheiten von Beginn an. Das bedeutet konkret: Es geht nicht primär darum, Kinder möglichst früh in strukturierten Trainingsprogrammen unterzubringen, sondern ihnen vielfältige, altersangemessene und selbstbestimmte Bewegungsräume zu eröffnen. Hinzu kommt eine längerfristige Perspektive: Aktive Lebensstile sollten bereits in der Kindheit als wichtige Basis für die Gesundheit mit Blick auf die Lebenspanne angelegt werden, da sich diese mit einer großen Wahrscheinlichkeit bis ins hohe Erwachsenenalter fortsetzen.

 

 

Welche Rolle spielt schon im Kleinkindalter die Bewegung in der Gemeinschaft, mit anderen Kindern?

Bewegung in der Gruppe ermöglicht frühe soziale Erfahrungen, die über das reine Bewegen hinausgehen. Zum Beispiel: Abstimmen, Nachahmen, Warten und gemeinsames Regelverstehen. Gerade im Eltern-Kind- und Kleinkindbereich ist die Gleichzeitigkeit von motorischer Erprobung und sozialem Lernen bedeutsam, da Kinder hier in einem geschützten Rahmen erste Gruppenerfahrungen außerhalb der Familie erleben können. Im weiteren Verlauf der Kindheit erweitert sich dieses Erfahrungsspektrum um komplexere soziale Situationen wie das Aushalten von Sieg und Niederlage, das Bestehen in Wettbewerbssituationen sowie das Einüben demokratischer Verhaltensweisen im Umgang mit Regeln und Gruppendynamiken. Im Kleinkindalter selbst steht dagegen zunächst das elementare Erleben von Gemeinschaft im Vordergrund, bevor sich solche komplexeren Aushandlungsprozesse in späteren Entwicklungsphasen entfalten. Aus entwicklungspsychologischer Sicht ist besonders relevant, dass Kinder in solchen Settings lernen, sich als Teil einer Gruppe zu erleben, ohne dass dabei Leistungsdruck im Vordergrund steht.

 

 

Welche Rolle nehmen dabei Sportvereine für regelmäßige und organisierte Aktivitäten ein?

Außerhalb von Kita und Schule sind Sportvereine in Deutschland nach wie vor das zentrale institutionelle Setting für organisierte Bewegungsangebote im Kindes- und Jugendalter. Sie bieten Verbindlichkeit, qualifizierte Anleitung und soziale Einbindung über einen langen Zeitraum. Gleichzeitig ist die Vereinsmitgliedschaft sozial ungleich verteilt. Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status sind deutlich seltener in Sportvereinen anzutreffen. Insofern sind Vereine ein wichtiger, aber nicht der einzige und nicht für alle Kinder gleichermaßen zugängliche Ort für regelmäßige Sportaktivitäten.

 

 

Welche positiven Auswirkungen haben Angebote wie das früh begonnene Kinderturnen im Verein auf den späteren Schulalltag?

In jungen Jahren wird durch koordinativ und vielseitig anspruchsvolle Bewegung eine wichtige Basis gelegt, die Kindern über ihre individuelle motorische Entwicklung hinaus zugutekommen kann, auch im schulischen Kontext. Forschungsergebnisse zeigen, dass längerfristige Bewegungsaktivitäten bei Grundschulkindern Effekte auf exekutive Funktionen wie Arbeitsgedächtnis, Inhibition und kognitive Flexibilität sowie auf schulische Leistungen haben. Wenngleich sich diese Befunde nicht konkret auf das Kinderturnen beziehen, so stützen sie doch die Annahme, dass vielseitige frühe Bewegungserfahrungen – was auch für das Kinderturnen zutrifft – die Entwicklung exekutiver Funktionen und damit auch schulrelevante Kompetenzen unterstützen können. Darüber hinaus sind auch die schon beschriebenen sozialen Erfahrungen in der Gruppendynamik des Kinderturnens sehr wertvoll für den späteren Schulalltag und die dort notwendigen Sozialkompetenzen.

 

 

Worin bestehen die größten Defizite aus Ihrer Sicht, um kontinuierliche Bewegung vom Kleinkind bis ins Jugendalter zu gewährleisten?

Die Herausforderungen im Feld der Bewegungsförderung sind sehr komplex und knüpfen vor allem an gesellschaftliche Entwicklungsprozesse, wie etwa der Digitalisierung, Motorisierung und der zunehmenden Institutionalisierung der Kindheit an. Eine konkrete Herausforderung mit Blick auf den Lebenslauf von der Kindheit bis ins Jugendalter besteht in der Gestaltung von Übergängen: zwischen Kita und Schule, zwischen Grundschule und weiterführender Schule, zwischen Vereinsangeboten für jüngere und ältere Kinder. An diesen Schnittstellen brechen Bewegungsbiografien häufig ab. Dahinter verbergen sich nicht nur vielschichtige strukturelle und institutionelle Herausforderungen, sondern vor allem auch Veränderungen der bewegungsbezogenen Interessen junger Menschen. Diesbezüglich besteht dringender Forschungsbedarf, um die Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote zukünftig noch besser an den individuellen Motiven und Bedarfen ausrichten zu können. Darüber hinaus besteht eine weitere wichtige Kernaufgabe darin, der sozioökonomischen Schieflage im Sportengagement entgegenzuwirken und den benachteiligten Kindern ein Aufwachsen mit Bewegung und Sport zu ermöglichen. In der Ganztagsschulentwicklung mit dem neuen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung, liegt eine besondere Chance Bewegung, Spiel und Sport einem Großteil der Kinder, unabhängig vom familiären Hintergrund in jungen Jahren zugänglich zu machen.

 

 

Was kann aus Ihrer Sicht der organisierte Sport tun bzw. verbessern, um Kinder in Bewegung zu bringen bzw. zu halten?

Aus meiner Sicht braucht es vor allem drei Dinge: Zugang, Anschlussfähigkeit und Qualität. Wichtig werden zunehmend niedrigschwellige und flexible Angebotsformate, eine Verzahnung mit Kitas und Ganztagsschulen sowie eine gezielte Ansprache von Familien, die den Zugang zum Vereinssport bislang seltener finden. Auch die Qualifizierung des Personals, das die Angebote anleitet, ist entscheidend für die Angebotsqualität. Ebenso wichtig ist eine stärkere Orientierung an den vielfältigen Interessen junger Menschen, die sich verändert haben und häufig nicht mehr den klassischen Sportarten und dem etablierten Wettkampfsystem des organisierten Sports entsprechen. Das soll nicht heißen, dass das klassische sportartenorientierte Wettkampfangebot ein Auslaufmodell ist, sondern vielmehr, dass sich der Blick hier hinsichtlich der Motiv- und Interessensvielfalt der Kinder noch weiter öffnen sollte.

 

 

Was müsste die Politik, die Gesellschaft, tun?

Auf politischer Ebene bietet der „Entwicklungsplan Bewegung und Sport des Bundes“, der im Anschluss an den Bewegungsgipfel 2022 initiiert wurde, eine gute Grundlage. Die Arbeitsgruppe „Freude an Bewegung und Sport früh verankern“, die ich gemeinsam mit meinem Kollegen Prof. Dr. Nils Neuber von der Universität Münster geleitet habe, hat in den Jahren 2023 und 2024 auf breiter fachlicher Basis Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für den Kinder- und Jugendsport erarbeitet. Diese bieten der Politik eine fundierte Grundlage, um Bewegung, Spiel und Sport systematisch in die Fläche zu bringen. Ein markantes Beispiel für eine solche strukturelle Weichenstellung ist der seit August 2026 geltende Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung für Grundschulkinder. Durch diese Entwicklung entsteht die Chance, Sport und Bewegung im Alltag der meisten Kinder zu verankern. Damit das gelingt, müssten die Rahmenbedingungen im Ganztag so gestaltet werden, dass Bewegung, Spiel und Sport allen Kindern, entsprechend ihren individuellen Interessen und Bedarfen, in einer angemessenen Qualität, täglich zur Verfügung stehen. Konkret heißt das: Es braucht nicht nur Räume und Personal, sondern auch einen klaren und möglichst verbindlichen Rahmen für die Qualität des Angebots. So könnte für viele Kinder, unabhängig vom familiären Hintergrund, eine Grundlage geschaffen werden, auf der sich langfristig aktive Lebensstile aufbauen können. Außerdem könnte jedes Kind von der individuellen Förderung durch Bewegung, Spiel und Sport im Aufwachsen profitieren.

 

 

Welche Rolle spielen Eltern? Welchen Einfluss auf das regelmäßige Bewegen ihrer Kinder sollten sie ausüben?

Erwachsene sind von Beginn an zentrale Vorbilder für das Bewegungsverhalten von Kindern, dies gilt für Eltern ebenso wie für weitere enge Bezugspersonen. Sie prägen das Bewegungsverhalten ihrer Kinder sowohl durch das Vorleben von Aktivität als auch durch die Gestaltung eines bewegungsorientierten Alltags. Ein prägnantes Beispiel ist die Ermöglichung aktiver Mobilität zum Beispiel beim Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad. Elterliches Handeln sollte dabei eher ermöglichend und unterstützend als kontrollierend oder leistungsorientiert ausgerichtet sein.

 

 

Welche „bewegten“ Alltagstipps haben Sie für Kinder?

Empfehlenswert sind vor allem niedrigschwellige und in den Alltag integrierbare Bewegungsaktivitäten. In vielen Familien bietet sich je nach Distanz der Schulweg mit dem Fahrrad oder zu Fuß als tägliche Routine hervorragend an. Insgesamt kann der bewusste Verzicht auf motorisierte Transportmittel für kurze Wegstrecken ein sehr gewinnbringender Beitrag für die Alltagsaktivität sein. Daneben ist für Kinder freies und kreatives Spielen in der Natur mit Freunden, allein oder mit der Familie eine beliebte Möglichkeit, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Wichtig ist, dass es dabei nicht um zusätzliche „Sporteinheiten“ geht, sondern vielmehr darum, Bewegung mit Freude und Spaß in den Tagesablauf zu integrieren.

 

 

Was wünschen Sie sich für eine bewegte Zukunft von Kindern?

Ich würde mir wünschen, dass die Bewegungswelt für alle Kinder zugänglich ist und die Teilnahme nicht länger von Faktoren wie dem familiären Hintergrund, einer Migrationsgeschichte oder vom Wohnort abhängig ist. Alle Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, individuell in ihrem Aufwachsen von Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten zu profitieren. Bewegung und Sport sollten wieder zu einer Selbstverständlichkeit im Alltag werden. Für alle notwendigen Entwicklungsprozesse ist aus meiner Sicht eine breite gesellschaftliche und politische Überzeugung von der hohen Relevanz, die Bewegung, Spiel und Sport für ein gesundes Aufwachsen von Kindern besitzen, die entscheidende Voraussetzung. Zahlreiche Vorteile werden durch die empirische Datenlage gestützt. Ich würde mir diesen Rückenwind wünschen, damit das vorhandene und vielseitige Engagement und die vielschichtige Zusammenarbeit der handelnden Akteurinnen und Akteure von der Kommune bis in den Bund, irgendwann auch durch gute Rahmenbedingungen und Strukturen in der facettenreichen Bewegungswelt sichtbar werden kann. Sinnvoll wäre es aus meiner Sicht, die oftmals wenig nachhaltigen Kampagnen oder das sogenannte Gießkannenprinzip für zumeist zeitlich begrenzte Einzelaktionen gegen gut überlegte langfristige und möglichst strukturell verankerbare Maßnahmen zu ersetzen.



Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Foto: Besim Mezhiqi, Interview: Gritt Ockert