Finals Hannover 2026: Gymnastinnen gewinnen zwei Meistertitel
Erfolgreiche deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals 2026 in Hannover – besonders der Bundesstützpunkt der RSG überzeugt im Gruppenwettkampf.
Die Finals 2026 verwandelten Hannover vom 23. bis 26. Juli in das Zentrum des deutschen Spitzensports. In 24 Sportarten wurden insgesamt 143 Deutsche Meistertitel vergeben. Die Wettbewerbe im Gerätturnen, Trampolinturnen und in der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) fanden in der ZAG Arena statt und bildeten einen der Höhepunkte des Multisportevents unter einer hohen Medienpräsenz .
Auch die Athletinnen und Athleten des Berliner Turn- und Freizeitsport-Bundes (BTFB) sowie der DTB Bundesstützpunkte Berlin präsentierten sich auf nationaler Bühne mit starken Leistungen und bestätigten eine erfolgreiche Nachwuchs- und Spitzensportarbeit des Berliner Standorts.
In der Rhythmischen Sportgymnastik war das hohe sportliche Niveau der Deutschen Meisterschaften erneut sichtbar. Das Berliner RSG-Team trat in den Einzel- und Gruppenwettkämpfen an. Nach fünf Titeln in Folge wurde der TV Dahn in diesem Jahr vom Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund als Deutscher Meister im Gruppenwettkampf (Mehrkampf) abgelöst. In einem spannenden Wettkampf konnten sich die Berlinerinnen um Nora Boncz, Eva Prokopenko, Aurora Charbedija (Platz 10 im Einzel-Mehrkampf), Vanessa Schkutow (Platz 14 im Einzel-Mehrkampf), Henriette Kreis und Sophia Simeonov mit 44,300 Punkten gegen ihre Konkurrenz in Summe mit zwei sehr guten Übungen durchsetzen.
„Wir sind ohne große Erwartungen an Platzierungen in den Wettkampf gegangen und wollten nur das, was wir im Training erarbeitet haben, heute abrufen können“, sagte Sophia Simeonov nach der Siegerehrung.
„Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt und kommen im nächsten Jahr wieder“, so Aurora Charbedija.
Die Übungen überzeugten durch eine vom Publikum gefeierte, eindrucksvolle Eleganz, einer hohen Schwierigkeit und wurde auf den Punkt perfekt präsentiert. Gemeinsam mit Trainerin Katja Kleinveldt, die vor Ort und in der Vorbereitung eine großartige Unterstützung war und somit zum Erfolg maßgeblich beisteuerte, führte Trainerin Adrienne Tettamanti die Gymnastinnen auf die Fläche. Am Sonntag kührte sich das RSG-Team Berlin zudem noch in den Gerätefinals zum Deutschen Meister in der erneut fantastisch präsentierten Ball-Übung und gewann zudem noch den Vizetitel in der Übung mit 3 Reifen und zwei Paar Keulen. Eine unglaubliche Leistung der Gymnastinnen über zwei Wettkampftage verteilt und erneut eine Bestätigung für den Erfolg der konzeptionellen Ausrichtung des Bundesstützpunktes Berlins. Somit haben die Berlinerinnen in diesem Jahr alle Gruppentitel in allen Altersklassen in Deutschland gewonnen.
Im Gerätturnen trat das Turn-Team Berlin mit Dario Sissakis und Philipp Herder (beide SC Berlin) an, da Mert Öztürk, Mika Wagner und Daniel Wörz leider verletzungsbedingt pausieren mussten. Dario Sissakis (SC Berlin) erreichte durch seine im Mehrkampf gezeigten Leistungen das Ringe-Finale, in dem er mit einer starken und sauberen Übung die Bronzemedaille gewann. Philip Herder konnte sich für das Barren- Finale qualifizieren, bei dem er den 4. Platz erreichte. Für beide Turner und ihren Trainer Andreas Hirsch ein Erfolgserlebnis, auf das sie stolz sein können.
Für die Berliner Turnerinnen Frederika Suhl (Berliner TSC) und Yonca Özgül (Berliner Turnerschaft) waren es die ersten Deutschen Meisterschaften bei den Senioren und sie gehörten zudem noch zu den jüngsten Starterinnen im Feld. Gemeinsam mit Trainer Ernesto Alomar zeigten die beiden Nachwuchstalente ihr Potenzial an allen vier Geräten. Auch wenn nicht alle Übungen so liefen, wie sie es im Training gezeigt haben, ist Alomar stolz auf die beiden Turnerinnen.
Auch die aktuell in Elternzeit befindliche Trainerin Anja Neubert ließ es sich nicht nehmen, die Entwicklung ihrer Schützlinge vor Ort zu verfolgen. Sie feuerte zusammen mit den Bundesligaturnerinnen die Athletinnen von der Tribüne aus an.
Die Ergebnisse der Finals verdeutlichen auch die erfolgreiche Arbeit der Bundesstützpunkte (RSG und Gtm) in Berlin und dem Landesstützpunkt Gtw, der mit seiner engen Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Trainerteam und Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund eine wichtige Rolle in der Entwicklung deutscher Spitzenathletinnen und -athleten einnimmt.
Erfreulich aus Berliner Sicht ist die Nominierung von den ehemaligen Berliner Gymnastinnen für die bevorstehenden Weltmeisterschaften. So gehören Anja Kosan und Helena Ripken, vom BSP Schmiden und über viele Jahre in Berlin am Bundesstützpunkt ausgebildet, zum deutschen WM-Aufgebot des Turn Team Deutschlands. Wir drücken dem Turn Team Deutschland der RSG bei der im August anstehenden RSG WM 2026 in Frankfurt alle Daumen für ein erfolgreiches Abschneiden.
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Weitere Quellenangaben / Informationen zum Artikel:
Fotos: DTB/minkusimages (GTm), privat (RSG) | Text: Alexander Stolpe, Finja Säfken





